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Premiere im Park

30.06.2018: Die letzten Sonnenstrahlen glitzerten durch das dichte Blätterdach und spiegelten sich im Neuhausener Schlossteich. Vor der Bühne, die mit vielen liebevollen Details zu einem gemütlichen Ambiente mit Wohnzimmeratmosphäre verwandelt worden war, hatte sich eine illustre Gesellschaft Neugieriger eingefunden, manche mit 40 Anreisekilometern auf dem Tacho. Alle wollten eine Premiere erleben: die „Gute-Nacht-Geschichte im Park“.

Der Hexenbergverein hatte eingeladen und damit ein ganz neues kulturelles Angebot unterbreitet. Eröffnet und musikalisch begleitet wurde der Abend durch die Rusty Boomers, die spontan das Bühnensofa in Beschlag genommen hatten und mit zwei Stimmen, zwei Gitarren und ganz viel Gefühl Musik vergangener Jahrzehnte neu interpretierten. Für die Gute-Nacht-Geschichte hatte der Verein den vielseitigen Schauspieler Thomas Wiesenberg gewinnen können, der aus dem Buch „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ von Francis Scott Fitzgerald las.

Diese Satire, vielen ist sicher der gleichnamige Film bekannt, beschreibt anrührend und humorvoll zugleich den irrwitzigen Lebensweg eines Mannes, der als Greis das Licht der Welt erblickt und immer jünger wird, anstatt ganz normal zu altern. Ihn selbst kümmert das eher weniger, aber zwangsläufig gerät er mit den Menschen seiner Umgebung in teilweise skurrile Konflikte.

Das Publikum lauschte gebannt, andächtig, nachdenklich, schmunzelnd, manchmal auch lachend den Betrachtungen zu Jugend und Alter und der vermeintlich richtigen Reihenfolge. Mal nicht selber tun müssen, sondern sich einfach mal fallen und „belesen“ lassen können, dazu einen Sonnenuntergang, Vogelgezwitscher, Blättersäuseln und vielleicht ein Glas Wein oder Bier – das Publikum hat es sichtlich genossen und mit großem Applaus gewürdigt. Und von dieser Atmosphäre angesteckt wurden die Schlussakkorde der Rusty Boomers zu einem regelrechten Wohnzimmerkonzert mit Publikumsbeteiligung und die Premierengäste beschwingt in die laue Nacht entlassen.

Ihre zahlreichen Rückmeldungen in den nächsten Tagen und die vehemmente Frage nach einer etwaigen weiteren Auflage im kommenden Jahr bestätigten das Gefühl einer durchaus gelungenen Premiere. Ein großes Dankeschön gilt allen fleißigen Händen, die bei der Vorbereitung und Durchführung dieses tollen Abends halfen. Ein besondererer Dank geht an Sandra Endler, die die geniale Idee und auch gleich den „heißen Draht“ zu den Künstlern hatte.

E.Filip

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