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Radtouren

Eine jährliche Tradition mit wachsendem Zuspruch ist unsere Sommer-Radtour im Juni. Interessante Ziele gibt es ja jede Menge in der ferneren Nähe (oder näheren Ferne?). Eines davon avisiert, eine schöne Route ausgedacht (die natürlich vor Spontanumplanungen nicht gefeit ist), gutes Wetter bestellt und die Hexenbesen gegen schnöde Drahtesel getauscht – fertig.

2019 ist es wieder so weit und damit zukünftig noch mehr Räder durch Neuhausen rollen geben wir einen kleinen Einlick in eine Tour aus 2005:

Am 5. Juni machten sich 15 Radler auf den Weg rund um den Tagebau Welzow Süd. Querfeldein durch Klein Döbbern und Rehnsdorf erst einmal zum „Loch“. Eisern ging es anschließend bergauf und bergab. Der Wind blies nicht nur die eine oder andere Nieselwolke über uns hinweg, sondern uns meist auch den feinen Sand ins Gesicht. Knirrrrsch. Auf dem Rückweg würde der Wind uns dann ja schieben… Ein harter Test für Mensch und Material. Aber die Aussicht hat entschädigt! Schon beeindruckend, so ein Abraumbagger, wenn man unmittelbar zu seinen Füßen (pardon: Ketten) steht. Und in wie vielen Farben Sande schimmern können… Wahnsinn!

Gut Geisendorf und die Mühle in Proschim

Vorbei am Gut Geisendorf und am Freibad Welzow fuhren wir dem eigentlichen Ziel unserer Tour entgegen – der ehemaligen Mühle in Proschim. Hier hat der Verein für traditionelle Landtechnik und bäuerliche Lebensart eine illustre Sammlung zur Historie des Lebens auf dem Lande zusammengetragen und liebevoll präsentiert (unbedingt weiterzuempfehlen!). Doch bevor wir uns von der Vereinschefin, Frau Lehmann, durch die Ausstellung (ver-)führen ließen, erwartete uns im Mühlenhof eine große Überraschung: Unser Versorgungsteam U2 (Udo + Ulf) hatte doch tatsächlich und wie auch immer den Oklahoma–Grill mitgebracht und angefeuert, so dass uns nicht nur gut gekühlte Getränke sondern auch saftige Steaks und herzhafte Grillwürstchen erwarteten. Zudem hatte Frau Jurischka vom Proschimer Verein schon morgens in aller Frühe den Backofen angefeuert, so dass es dazu frisches, knuspriges Bauernbrot gab. Einfach lecker!

Tolles Essen, beschauliches und urgemütliches Ambiente – da drängt es sich ja regelrecht auf, alle Viere von sich zu strecken und Siesta zu halten. Aber nichts da! Jetzt musste auch noch der Wissensdurst gestillt werden und so folgten wir Frau Lehmann in die Ausstellungsräume der alten Mühle, lauschten ihren interessanten und auch z.T. recht amüsanten Ausführungen. Selbst für unsere „alten Hasen“ gab es viel zu bestaunen und immer wieder war so was zu hören wie „Das kenn` ich noch aus meiner Kindheit…“, „Gucke mal, gucke mal, das hatten wir doch och..“, „Mensch, auf unserem Boden, da müsste doch noch…“ Die erste heftige Regenhusche musste so auch noch ohne uns auskommen, dafür erwischte uns ein kurzer Schauer als wir gerade vom Mühlenhof geritten waren.

Und schon regnet es

Unverdrossen radelten wir durch Haidemühl – viele sicher das allerallerletzte Mal, denn bis zum Jahresende soll die Umsiedlung des Ortes abgeschlossen, der Ort eingeebnet sein – nun an der anderen Seite des Tagebaus Welzow Süd nach Spremberg und von da entlang der Spree Richtung Stausee. Und dort – sozusagen drei Minuten vor Neuhausen – prasselt doch tatsächlich noch ein Gewitter über uns herein. Unterstellzwangspause.

Geschafft aber glücklich, wieder einigermaßen getrocknet und der eine oder andere sicher mit Schwielen am Hintern (oder Muskelkater am nächsten Tag) hielten wir am späten Nachmittag in Neuhausen Einzug, stolz auf gute 70 (in Worten: siebzig) selbstgestrampelte Kilometer. Herzlichen Dank an alle, die diesen Tag vorbereitet, uns versorgt und zwischendurch gewunken haben. Besonderen Dank an dieser Stelle auch dem Verein für traditionelle Landtechnik und bäuerliche Lebensart in Proschim für die uns zuteil gewordene Gastfreundschaft.

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